Die interaktive Karte zeigt am Beispiel von Lemgo, Livedaten der im Stadtgebiet installierten Fraunhofer IoT-SmartCitBoxen für Verkehrszählungen, Lärmpegel und Parkplatz-Belegungen.

Fraunhofer Lemgo unterstützt bei Datenintegration für ÖPNV

(Lemgo) In den meisten Großstädten gehört es zum Standard, der sich großer Beliebtheit bei allen Nutzergruppen erfreut: Auskunft über Fahrpläne und -zeiten und Navigation mit den Smartphone Apps Google Maps bzw. Apple Karten. Fraunhofer IOSB-INA und die Hochschule OWL haben sich im Rahmen von Lemgo Digital mit den notwendigen Schnittstellen beschäftigt und bieten Stadtwerken und Kommunen die Aufbereitung der ÖPNV-Daten an, um sie mit den beliebten Plattformen zu verbinden.

Mobilität ist ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität und die Wirtschaft urbaner und ländlicher Räume. Vor diesem Hintergrund ist die Vision der #Regionale2022 die Schaffung von bedarfsgesteuerten Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum in Ostwestfalen-Lippe (OWL) durch schrittweise Automatisierung und Digitalisierung.

Das Stadtbussystem in Lemgo befördert jährlich rund 2 Millionen Fahrgäste. Das  1994 eingeführte  System hat große Beachtung gefunden und ist Vorbild für mehrere andere Stadtbussysteme. Es beruht auf einem Rendezvous-System mit einem zentralen Sternpunkt an der "Haltestelle Treffpunkt".  Der Stadtbus bedient 200 Haltestellen im 30 Minuten-Takt mit nur 8 Bussen bzw. im 15 Minuten-Takt mit 14 Bussen auf derzeit 5 Linien.

Der zunehmende innerstädtische Verkehr führt zu Umweltbelastungen (Lärm, Abgase), hohen Reisezeiten und erhöhtem Treibstoffverbrauch für die Verkehrsteilnehmer. Eine stärkere Nutzung des ÖPNV ist zwar sehr sinnvoll, vielerorts aber durch das eingeschränkte Angebot noch keine Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV). Das gilt insbesondere für Pendlerverkehre in Stadt-/Land-Raumbeziehungen.

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