Der zunehmende innerstädtische Verkehr führt zu Umweltbelastungen (Lärm, Abgase), hohen Reisezeiten und erhöhtem Treibstoffverbrauch für die Verkehrsteilnehmer. Eine stärkere Nutzung des ÖPNV ist zwar sehr sinnvoll, vielerorts aber durch das eingeschränkte Angebot noch keine Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV). Das gilt insbesondere für Pendlerverkehre in Stadt-/Land-Raumbeziehungen.

Fraunhofer Lemgo unterstützt bei Datenintegration für ÖPNV

(Lemgo) In den meisten Großstädten gehört es zum Standard, der sich großer Beliebtheit bei allen Nutzergruppen erfreut: Auskunft über Fahrpläne und -zeiten und Navigation mit den Smartphone Apps Google Maps bzw. Apple Karten. Fraunhofer IOSB-INA und die Hochschule OWL haben sich im Rahmen von Lemgo Digital mit den notwendigen Schnittstellen beschäftigt und bieten Stadtwerken und Kommunen die Aufbereitung der ÖPNV-Daten an, um sie mit den beliebten Plattformen zu verbinden.

Fahrerlose Kleinbusse und Züge – reibungslos und auf Abruf zum Wunschziel, während der Computer am Steuer sitzt: Was wie Zukunftsmusik aus Tokio klingt, wird am Innovation Campus Lemgo bzw. auf der Schiene Richtung Barntrup demnächst unter realen Bedingungen getestet und könnte schon innerhalb von zwei Jahren Wirklichkeit werden.

Das Stadtbussystem in Lemgo befördert jährlich rund 2 Millionen Fahrgäste. Das  1994 eingeführte  System hat große Beachtung gefunden und ist Vorbild für mehrere andere Stadtbussysteme. Es beruht auf einem Rendezvous-System mit einem zentralen Sternpunkt an der "Haltestelle Treffpunkt".  Der Stadtbus bedient 200 Haltestellen im 30 Minuten-Takt mit nur 8 Bussen bzw. im 15 Minuten-Takt mit 14 Bussen auf derzeit 5 Linien.

Top